Zweisprachige Erziehung

Der Sorbische Schulverein zeigt Ihnen, liebe Eltern und Großeltern, den leichtesten und effektivsten Weg zur Zwei- bzw. zur Mehrsprachigkeit. Wenn Sie verstehen, was die Entwicklung Ihrer Kinder positiv beeinflusst und wie Sie die Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit richtig in Ihrer Familie integrieren, ist der erste Schritt getan. Unsere speziell geschulten Erzieherinnen erklären Ihnen die weiteren Schritte und Entwicklungen.

Sorbisch

Obersorbisch wird in der Oberlausitz (Sachsen) gesprochen und Niedersorbisch, auch Wendisch genannt, wird in der Niederlausitz (Brandenburg) gesprochen. Es sind zwei eigenständige westslawische  Schriftsprachen. Viele Wörter des täglichen Gebrauchs sind in den anderen slawischen Sprachen im Osten Europas gleich oder ähnlich.

Dazu gehören u. a. Sprachen wie Tschechisch, Polnisch, Slowakisch, Russisch, Ukrainisch, Belorussisch, Bulgarisch, Serbisch, Kroatisch, Slowenisch und Makedonisch.

Im Zuge der Osterweiterung der EU gewinnt die Verständigung mit Menschen dieser Sprachgebiete immer mehr an Bedeutung. Die Sorben (Wenden) nehmen hier eine wichtige Brückenfunktion ein.

Mehrfache Nutzung

Die Fähigkeit des spielenden Spracherwerbs nutzen zweisprachig aufwachsende Kinder mehrfach, denn die Sprachen Zweisprachiger stehen miteinander in Kontakt. Sie beeinflussen, ergänzen und bereichern sich gegenseitig.

Diese Erkenntnis lässt sich auch an langjährigen Beobachtungen des sprachlichen Leistungsvermögens von Schülern sorbischer Schulklassen belegen. (Siehe auch 10 Jahre Modellprojekt Witaj, Seite 34-35)

Erfahrungen in den sorbischen und WITAJ-Kindertagestätten in Trägerschaft des Sorbischen Schulvereins bestätigen diese Thesen und verdeutlichen, dass die Kinder mühelos und ohne direkte sprachliche Unterstützung der Eltern sorbisch zunächst verstehen und später auch sprechen lernen. Allein die moralische Unterstützung und das Verständnis der Eltern sind notwendig, alles andere kann die Erzieherin leisten.

 

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